Neubert / Roloff

Ur-Faszination – spannungsvoll, virtuos, vieldeutig

In der neuen Ausstellung präsentieren wir keramische Objekte im Dialog mit Zeichnung und Druckgrafik zweier junger Künstler: Katrin Neubert absolvierte die Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein und zeigt skurrile und phantastische keramische Plastiken, die oft von makroskopischen Naturansichten inspiriert sind. Mathias Roloff hat bei Volker Stelzmann an der Berliner UdK Malerei studiert und stellt eine Auswahl seiner zeichnerischen und druckgrafischen Arbeiten vor, die von expressiver Figürlichkeit bestimmt sind.

 

Aus der Rede zur Vernissage am Sonntag, 4. März 2017,  von Rainer Ehrt, Maler und Grafiker:

 

“Katrin Neubert ist Wahl-Potsdamerin mit ur-sächsischen Wurzeln und konnte die spezifische Verbindung von freier Kunst und Keramik an der Hochschule Halle Burg Giebichenstein bei renommierten Lehrern wie Karl Fulle und Antje Scharfe erwerben. sie beherrscht das Material und seine Möglichkeiten auf atemberaubende Weise …. etwas von der Ur-Faszination erfasst einen, (und die kulturhistorischen Museen sind voll davon) wie es möglich war, durch Menschenkunst aus formlosem Schlick, Sand, Silikaten alle diese klaren, schönen, zweckvollen formen zu erschaffen, gleichzeitig aber immer auch schon Idole, Hausgeister, spirituelle schöne Form….

 

Mathias Roloff hat Malerei und Grafik an der UdK studiert und war dort Meisterschüler bei Volker Stelzmann, einem der großen altmeisterlich malenden deutschen Gegenwartskünstler. Roloff stellt sich …,  indem er sich zugleich in Format und Farbigkeit beschränkt und spannungsvoll, virtuos, vieldeutig immer wieder neu Figurationen ins Bild setzt. Ebenso beherrscht er die alte hohe Kunst der Radierung- Tiefdruck von geätzten Kupfer und Zinkplatten auf gefeuchtetes Bütten. Mathias Roloff pflegt diese Wurzeln unserer bildnerischen Vergangenheit und Herkunft mit Traditionsbewußtsein, aber zeitgenössischen Mitteln, und das ist in wenigstens einigen kleinen Drucken und zwei Buchexemplaren in dieser Ausstellung anzusehen.”

 

Ausstellung vom 4. März – 8. April 2018 geöffnet samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung sowie zu den Veranstaltungen des Kultraums.

 

 

Landarbeiterhaus Kleinmachnow, Zehlendorfer Damm 200, 14532 Kleinmachnow

Einladungskarte zum Download