Standort Landarbeiterhaus

Ausgehend von einem mittelalterlichen Gutsbezirk am Machnower See, hat Kleinmachnow durch Neubau längst städtische Ausmaße angenommen. Der alte Gutsbezirk, auch „Altes Dorf“ genannt, ist in seiner ursprünglichen Struktur noch weitgehend erhalten. Es gibt eigentlich keinen schöneren Ort in der Nähe – der alte, freilich verwilderte Baumbestand, die Durchblicke zu Machnower See und Schleuse, das romantische Areal um Dorfkirche, Medusa-Portal und die verschwundenen Herrenhäuser. Sind wir uns des Schatzes bewusst, den wir an diesem Stück märkischer Kulturlandschaft haben? Der alte Siedlungskern, dieses am See entlang gewachsene Ensemble aus Wald, Wegen, Gebäuden ist das natürliche Zentrum der näheren Region zwischen den drei Rathäusern Teltows, Stahnsdorfs, Kleinmachnows.

Ein lebendiger Standort für Kunst und Kultur

Entlang des Zehlendorfer Damms, gegenüber der Dorfkirche zieht sich die Zeile der Arbeiterhäuser des einstigen Rittergutes derer von Hake. Eines davon, das letzte in der Reihe, am Zehlendorfer Damm 200 und vis-à-vis der Brücke über den Teltowkanal gelegen befindet sich noch nahezu im Originalzustand seiner Erbauungszeit Ende des 19. Jahrhunderts. Sparsam, geräumig und solide zugleich war es einst für vier Familien gebaut worden. Es ist im Besitz der Gemeinde und steht unter Denkmalschutz. Ein Jahrhundert lang haben hart arbeitende Leute in dem Haus zur Miete gewohnt. Die Bausubstanz ist solide, war aber freilich dringend sanierungsbedürftig. Es ist, wie beschrieben, nicht irgend ein Gelände, es ist das bescheidene, aber einzige, einmalige Fleckchen, welches uns mit der Vergangenheit, mit dem Ursprung unseres Ortes verbindet. Was wäre dem angemessener als ein lebendiger Standort für Kunst und Kultur? Wir meinen, dieses Areal ist dafür geeignet wie kein anderes.

 

 

Kunst ist ein ebenso lebenswichtiger Standortfaktor für ein Gemeinwesen wie Naturnähe und gute Infrastruktur.

Neue kulturelle Nutzung

In den vergangenen Jahren hat unser Verein ein Nutzungskonzept erarbeitet und im Zehlendorfer Damm 200 unter großem ehrenamtlichen Einsatz Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst organisiert. Dank unserer Bemühungen ist das Landarbeiterhaus  inzwischen durch die Gemeinde Kleinmachnow für eine kulturelle Nutzung umgewidmet worden. Seit Sommer 2013 ist das Erdgeschoss so weit instand gesetzt und umgebaut, dass ein neuer Platz für zeitgenössische bildende Kunst sowie – zusammen mit unserem Partnerverein KultRaum e.V. – eine Kleinkunstbühne entstanden ist. Es gibt zur weiteren Entwicklung von Haus und Umfeld noch viel zu tun – wir freuen uns ebenso auf interessierte Besucher wie auf neue Förderer unseres Kulturstandortes Landarbeiterhaus!